• Gunnar Heinsohn und FAGULON

Afrika: Illusionen der Entwicklungshilfe


Wer Afrika und viele seiner Politiker persönlich kennt, hat alle Illusionen verloren. Wer dann noch in 4-Augen-Gesprächen mit Ministern, Weltbank-Vorständen und Leitern von UN-Organisationen, die für die Entwicklungshilfe verantwortlich zeichnen, erfährt, wie die Geldflüsse genutzt (also meist missbraucht) werden, ist zunächst erschüttert. Dann folgt die unausweichliche Resignation. Man kann schließlich nur noch über das ahnungslose Mantra von Politikern ("Bekämpfung der Flutursachen") lachen. Sie behaupten, man könne den Ansturm von überwiegend afrikanischen Männern nach Europa durch noch mehr finanzielle Transfers (z.B. auch im Rahmen des Klimabkommens) bremsen. Sie behaupten dies wider besseres Wissen. Es handelt sich um reine Propaganda zur Beruhigung der Bevölkerung. Man muss halt irgend etwas tun! Am leichtesten geht das mit dem Geld der Steuerzahler, die ohnehin nicht nachprüfen können, was damit in Afrika geschieht.


Zitat: "Nun mag man die Naivität der Humankapital-Volkswirte getrost als irrelevant beiseite lassen. Sie treffen den Bürger lediglich in seiner Funktion als Steuerzahler, in der er ohnehin wehrlos ist. Vor allem staatliche Entwicklungshilfe folgt den Ratschlägen dieser Ahnungslosen. Sie führt etwa zu dem wirkungslosen Verpuffen der rund 1,5 Billionen US-Dollar (1 Billion bis 2010,238), die seit 1960 in die technologische Anhebung Afrikas fließen.239 Diese Beträge werden den Durchschnittsverdienern der OECD abgenommen und den Reichen der Dritten Welt zugeschoben.


Ihre generelle Vergeblichkeit zeigt sich jedoch daran, dass im Subsahara-Raum die absolute Armut (Bevölkerung mit höchstens 1,90 Dollar pro Kopf und Tag) nicht - wie im Rest der Welt sinkt, sondern allein zwischen 2014 und 2015 um neun auf insgesamt 413 Millionen zulegt. 2030 sollen dort sogar 90 Prozent aller global Armen beheimatet sein."

Zitat aus: Gunnar Heinsohn, Wettkampf um die Klugen. Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen. Orell Füssli Verlag, 2019, Seite 101