• Marc DeSargeau und FAGULON

Eine "me too"-Bewegung für Männer



„Auf dem Hintergrund der hysterischen #metoo Nachahmer-Kampagnen und der damit einhergehenden irrwitzigen Aufhebung aller Grundprinzipien von Recht und Logik, schlage ich eine Organisation vor, welche die schweigende Angststarre der Männer gegenüber dieser Hysterie aufheben kann. Es darf nicht länger toleriert werden, dass eine Frau allein durch eine unbewiesene Anschuldigung innerhalb von Tagen zu Ankläger, Staatsanwalt, Richter und Henker in einer Person werden kann. Es muss der Lawine der finanziellen Erpressungen und Existenzvernichtungen Einhalt geboten werden. Man könnte diese Organisation „Male Victim Defense Club“ oder so ähnlich nennen. Sie sollte in allen Industriestaaten Vertretungen haben, die mit Anwälten, Psychologen und Journalisten zusammenarbeiten. Hier könnten alle männlichen Scheidungs- und Erpressungsopfer genauso Unterstützung finden wie diejenigen, die mit lächerlichen Anschuldigungen angeblicher sexueller Belästigung um Beruf und Ansehen gebracht wurden oder einer solchen Gefahr ausgesetzt sind.


Teil der öffentlichen Aktivitäten dieser Organisation sollte eine #metoo Kampagne aus männlicher Sicht werden. Hier sollten Männer täglich auf Internetseiten ein Protokoll der sexuellen Provokationen durch eindeutige erotische Trigger veröffentlichen, denen sie an diesem Tage unfreiwillig ausgesetzt wurden. Dabei geht es um Werbung, die Kleidung und das Verhalten von Frauen in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz, aber auch auf Partys, in Restaurants oder Clubs. Vermutlich könnte jeder Teilnehmer pro Tag zwischen 20 und 50 solcher sexueller Trigger auflisten, die ihn sexuell erregten, ohne dass er ihnen ausweichen konnte.


Angesichts unserer ererbten Sexualbiologie sind solche Trigger nämlich eindeutige Belästigungen. Seriöse psychologische Studien haben gezeigt, dass junge Männer nicht selten bis 10mal innerhalb einer Stunde an Sex denken. Fast alle masturbieren mehrmals in der Woche, um die aufgestaute Geilheit zu entladen. Wenn sie es nicht tun, erfolgt der Orgasmus im Schlaf in den sogenannten „feuchten Träumen“. Dieser Vorschlag mag zunächst wie ein zynischer Scherz klingen. Bei näherer Betrachtung und Berücksichtigung des eben Gesagten ist er jedoch nicht ganz so absurd wie er erscheint. Wir haben uns durch die geifernde Hysterie bei der Betrachtung von Frauen als Opfer männlicher Geilheit so in die Defensive drängen lassen, dass uns schon gar nicht mehr bewusst wird, wie sehr wir eigentlich selbst Opfer sind.“


Zitat aus: „Gesetze der Symbiose von Wunschdenken, Wahrnehmungsfilter und Selbstzensur“ (politische Belletristik in Form einer fiktiven Vortragsreihe mit eingeschobenen, politisch korrekten Vorschlägen zur Gegenpropaganda) von Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2020, Seite 138-140