• Marc DeSargeau und FAGULON

Eine völlig neue Geheimdienst-Struktur ist nötig





„Andererseits waren und sind die Geheimdienste auch nicht auf die neuen Aufgaben vorbereitet. Diese riesigen Wasserkopf-Behörden haben sich immer noch nicht von den überflüssigen Strukturen und Aufgaben des Kalten Krieges gelöst. Da der ja - trotz aller Russland-Hysterie - vorbei ist, wurde die Arbeit auch bequemer und die Parkinson‘schen Gesetze konnten ihre volle Wirkung entfalten. Eines davon beschreibt anhand des britischen Kolonialministeriums, dass Behörden in dem Maße größer werden, wie ihre eigentlichen Aufgaben verschwinden. Dann beschäftigen sie sich einfach mit sich selbst.


Es ist also nötig, eine völlig neue Struktur und Personalausstattung der Sicherheitsdienste zu schaffen. Ich rate dazu, die bisherigen Einrichtungen völlig aufzulösen und ehemaligen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich bei den neuen Institutionen zu bewerben. Der Rest muss sich neue Aufgaben suchen oder wird in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Einer der neuen Geheimdienste müsste sich ausschließlich der Ausforschung und Bekämpfung islamistischer Fanatiker in Deutschland, Europa und weltweit widmen. Dazu sollte auch die Infiltration der Schleppernetzwerke treten, die für den allergrößten Teil der Migrantenströme verantwortlich sind und dabei riesige Profite machen. Weiterhin ist natürlich eine lückenlose Grenzkontrolle wieder einzuführen, die sich nicht nur auf die deutschen Grenzen, sondern auch auf die EU-Außengrenzen bezieht. Dabei ist die enge Zusammenarbeit zwischen Militär und Geheimdiensten essenziell, um der Erfindungsgabe der Schlepper bei der Auffindung neuer Routen zu begegnen.


Ein weiterer Geheimdienst könnte sich auf die mafiösen Organisationen und die Bekämpfung ihrer Geldwäsche in Deutschland konzentrieren. Dass hierfür das italienische Modell der Beweislastumkehr eingeführt werden sollte - d.h. die Verdächtigen müssen lückenlos gegenüber der Staatsanwaltschaft beweisen, dass ihre Reichtümer legal erworben wurden - versteht sich von selbst. In allen Fällen, in denen dieser Nachweis nicht erbracht werden kann, erfolgt dann - wie in Italien - die Beschlagnahme der Konten und Sachwerte. So könnte Deutschland seine unrühmliche Stellung als bevorzugter Platz für Geldwäsche (z.B. durch Spielcasinos, Immobiliengeschäfte und Gebrauchtwagenhandel) endlich aufgeben.


Ein dritter Geheimdienst müsste der Ausforschung und Anklagevorbereitung von nationalen und internationalen Pokerspielern der Finanzindustrie sowie der Klientelwirtschaft in verschuldeten EU-Staaten gewidmet sein, damit wir eine neue Katastrophe wie 2008 voraussehen und vielleicht sogar verhindern können. Ganz offensichtlich müssen deren Mitarbeiter aus Insidern der Finanzindustrie rekrutiert werden. Weil dies in den meisten Fällen nicht über finanzielle Anreize möglich sein dürfte, eignen sich Methoden der Erpressung mit strafbaren Handlungen, die im Falle einer Kooperation nicht verfolgt werden. Diese Methode war und ist in vielen Geheimdiensten üblich und sehr wirkungsvoll. Bei diesen neuen Aufgabengebieten ist ganz offensichtlich, dass vermutlich nicht mehr als 10% der Mitarbeiter der bisherigen Geheimdienste den Einstellungsvoraussetzungen der neuen Organisationen entsprechen werden, also Tausende Quereinsteiger angeworben werden müssen.“


Zitat aus: „Gesetze der Symbiose von Wunschdenken, Wahrnehmungsfilter und Selbstzensur“ (politische Belletristik in Form einer fiktiven Vortragsreihe mit eingeschobenen, politisch korrekten Vorschlägen zur Gegenpropaganda) von Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2020, Seite 87-89