• Gunnar Heinsohn und FAGULON

Ostasiens intelligente Massen


Seit Beginn der großen Einwanderung von Migranten und Flüchtlingen nach Deutschland wird immer wieder das Argument der dringend benötigten Fachkräfte vorgebracht. Sogar von "Goldstücken" für die Belebung der alternden deutschen Bevölkerung ist die Rede. Angesichts der Erfahrungen in den letzten 5 Jahren haben sich diese Illusionen gründlich zerstreut. Was allerdings weit weniger oder überhaupt nicht in Medien und Politik wahrgenommen wird, ist dass wir uns hinsichtlich der wichtigsten Quelle künftigen Wohlstands in einer Industrie- und Informationsgesellschaft in einem unaufholbaren Rückstand befinden. Einer der wenigen Wissenschaftler, der dieses Thema anspricht, ist Prof. Heinsohn. Seine Einschätzungen sind nicht nur ernüchternd, sondern machen geradezu Angst um unsere Zukunft:


Zitat 1:

"Kommen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Patente noch von gut Begabten, braucht es für Innovationen in Gegenwart und Zukunft Teams von Hochbegabten Sie gehören zu den Schülern, die es bei den Mathematik-Olympiaden (TIMSS) in die Gruppe der Besten (»advanced«) schaffen. In Ostasien sind das pro Jahrgang dreißig bis fünfzig Prozent. Sie übertreffen Osteuropäer und die meisten englischsprachigen Länder um das Zwei- bis Drei-fache. Die Westeuropäer werden – von wenigen Ausnahmen abgesehen - um mindestens das Sechsfache (Deutschland) bis Zwölffache (Frankreich) abgehängt. Die gut 170 verbleibenden Nationen liegen zwischen null und ein Prozent fast aussichtslos zurück."

Zitat aus: Gunnar Heinsohn, Wettkampf um die Klugen. Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen. Orell Füssli Verlag, 2019, Seite 7


China wurde und wird z.T. noch als Billiglohnland unterschätzt. Was man im Westen noch nicht richtig erkannt hat, ist dass sich hier die intellektuelle Elite der Welt gebildet hat. Sie wird nicht nur morgen die Zukunft bestimmen, sie beherrscht in weiten Teilen auch schon die Gegenwart. Nach Heinsohns Analysen ist das ein unumkehrbarer Prozess.


Zitat 2:

"Doch solcher Trost währt nicht lange. Für Amerikas klügste Region, Boston mit Massachusetts, liegen nämlich ebenfalls gesonderte Daten aus PISA 2012 vor. Liegt man wenigstens in dieser Professorenstadt Schanghai gleichauf? Keineswegs! Nicht nur Shanghai-Chinesen glänzen heller als Amerikas intellektuelle Krone. Dasselbe schaffen ganz so überlegen - Macao-, Hong Kong- und Taiwan. Chinesen sowie die Kinder aus Singapur, Südkorea. Japan, Liechtenstein und der Schweiz. Anders als die deutschsprachigen Schweizer und Liechtensteiner bleibt Deutschland gegen Massachusetts allerdings chancenlos, obwohl es deutlich besser abschneidet als Italien und Frankreich. Die USA können mit dem eigenen Nachwuchs allein China also ökonomisch nicht dauerhaft auf Abstand halten. China hat in der Gruppe der 10-14-Jährigen des Jahres 2010 (82 Millionen), die ab 2030 ins Berufsleben eintreten, mit rund 24 Millionen Mathe-Assen das Achtfache des US-Potenzials."...


"Mit sogar 130 Millionen sind die jetzt 30-34-Jährigen die größte Generation aller Zeiten. Amerika müsste also noch mehr als bisher die Talente der übrigen Welt an sich ziehen, um weiter oben mitspielen zu können. Wenn das nicht gelingt, könnte der Tag kommen, an dem man den Zustand auch der einst unangefochtenen westlichen Top-Unternehmen daran bemisst, ob noch irgendjemand aus China daran interessiert ist, sie auszuspionieren oder gar zu kaufen."

Zitat aus: Gunnar Heinsohn, Wettkampf um die Klugen. Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen. Orell Füssli Verlag, 2019, Seite 86-87


Wer angesichts dieser Zahlen von fleißigen, disziplinierten und begabten Menschen noch daran glaubt, dass Europa durch die Einwanderung von ungebildeten, dafür aber rechtgläubigen Machos aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens, aus Aghanistan oder Irak diesen Rückstand ausgleichen kann, dem ist wirklich nicht zu helfen!