• Marc DeSargeau und FAGULON

Passive Lügen bei der Gefahrenanalyse von COVID-19


"Die Methoden der Verengung des Betrachtungsrahmens und des Verschweigens unerwünschter Fakten

Dies ist der schwerste Fehler, der zu Beginn der SARS-CoV-2 Infektionen gemacht wurde: Statt sich mit vielen Teams sofort weltweit auf die Untersuchung der Infektionswege zu stürzen, analysierte man die Gensequenzen, die klinischen Befunde und tummelte sich in anderen Bereichen der Forschung, in denen akademischer Entdecker-Ruhm geerntet werden kann. Man hätte die wirklich gefährliche Ansteckung über Aerosole und freie Viren schon im Januar untersuchen und feststellen können. Man wusste nämlich bald, dass in der Frühphase der Infektion besonders viele Viren im Nasen- und Rachenraum entstehen. Diese werden bei Sprechen, Singen, und sogar beim Atmen ausgeschieden.


Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Infizierten: Einige scheiden viel aus (sie sog. Superspreader), andere weniger. Man verengte jedoch den Betrachtungsrahmen (MM B-1) und übernahm einfach die alten Glaubenssätze, nämlich dass die großen Tröpfchen nach Niesen und Husten die eigentliche Gefahr seien. Diese fallen schnell zu Boden. Also wurde das Märchen von den wirksamen Abstandsregeln geboren. Die meisten Infektionen entstehen offenbar durch Aerosole. Diese winzigen Tröpfchen oder Virusaggregate schweben stundenlang in der Luft und reichern sich in geschlossenen Räumen und bei Umluft-Ventilation an.


Die unfreiwilligen Feldversuche, welche die entscheidende Rolle der Verbreitung des Virus durch die Luft beweisen, waren zahlreich. Als Beispiel kann man die vielen Infizierten aus einer Bar in Bad Ischgl oder die Infektion von mehr als der Hälfte der Chorsänger eines Kirchenchores in den USA anführen. Hier und beim Berliner Domchor reichte eine zweistündige Chorprobe aus, obwohl alle offiziellen „Abstands- und Hygieneregeln“ befolgt wurden. Dennoch wurden sehr viele Teilnehmer infiziert. Ähnlich war es bei der Masseninfektion einer christlichen Sekte in Südkorea: Sie saßen beim Gottesdienst in einem geschlossenen Raum eng beieinander.


Auch die Infektionswelle in einem großen Schlachtbetrieb ist auf diese Weise zu erklären: Es gab ein Umluftsystem, in welchem die gleiche Raumluft nach Kühlung wieder zurück gepumpt wurde. So konnten sich Virus-Aerosole leicht anreichern. Zudem wohnten die Arbeiter sehr beengt. Auch das penibel arbeitende Singapur hat dieses Problem nicht ausreichend berücksichtigt. Hier brach eine Infektionswelle in Heimen der Wanderarbeiter aus.


Es ist also längst klar und wird durch die Methode der Verengung des Betrachtungsrahmens verheimlicht: Ein allgemeiner Shutdown war absurd. Man musste nur den längeren Aufenthalt größerer Gruppen in geschlossenen und nicht mit Frischluft ventilierten Räumen vermeiden."

Zitat aus: Die Kunst der passiven Lüge: Anwendungsbeispiele in Corona-Zeiten, Teil 1, von Marc DeSargeau, Link: https://www.fagulon.de/die-kunst-der-passiven-lüge/corona-lügen-teil-1/