• Jens Gnisa und FAGULON

Terror: Normal wie Verkehrsunfälle?


Die Terroranschläge in Europa und weltweit sind im wesentlichen das Werk von Islamisten. Dafür gibt es verschiedenen Gründe, die in anderen Zitaten und Kommentaren in dieser Kategorie des Fundus beleuchtet werden. Die kriegerischen Aktionen der USA und anderer Staaten in islamischen Ländern haben unendlich viele Unschuldige getötet und viel mehr in die Flucht getrieben. Mit jedem getöteten Islamisten entstehen so viele neue, die den Verlust ihrer Familie und Existenz rächen wollen. So ist diese Art des Kampfes gegen den Terror zu einer Brutstätte für neue Terroristen oder Milizionäre geworden.


Auf diese Aktionen des Westens (besonders der Drohnen-Mord an zehntausenden Zivilisten, die Friedensnobelpreisträger Obama persönlich in acht Jahren autorisiert hat) fokussiert sich u.a. auch die Begründung der Islamisten für den Terror in Europa und den USA. "Wir wollen euch genauso leiden sehen, wie wir gelitten haben!" ist eine der vorgeschobenen Begründungen für ein vielfältiges Gemisch von Motiven. Natürlich wird dabei ignoriert, dass die allermeisten Opfer als Folge der Gewalt von islamischen Glaubensbrüdern zu beklagen sind und waren. Deshalb hat Jens Gnisa vermutlich Recht: Wir müssen uns an Terroranschläge genauso gewöhnen, wie an die Toten im Straßenverkehr.


Zitat: Ich muss an dieser Stelle die Binsenweisheit anführen, dass es gegen Terror keinen wirklichen Schutz gibt. Es beruhigt mich, dass sich unsere Bevölkerung dessen bewusst ist: Nur 26 Prozent der Deutschen glauben, dass die Politik in der Lage sein wird, sie vor Terror zu schützen; 58 Prozent glauben das nicht. Ich auch nicht. Es geht wie bei der Sicherheit im Straßenverkehr eher darum, ein Mehr an Sicherheit zu gewinnen. So schlimm das klingt: Die Verkehrstoten sind Normalität und so ähnlich wird es auch bei der Terrorgefahr werden. Wir müssen uns daran gewöhnen. Denn eine Alternative haben wir nicht. Wir können den Terror nicht wegzaubern.


Wenn wir unsere Fassung wahren, wird der Terror auch für die Terroristen weniger wirkmächtig. Sie erzielen dann nicht mehr das Maß der Verunsicherung, das sie sich wünschen. Für einen Teil der Terroristen wird die Faszination verloren gehen. Ein anderer wird sich neue Strategien ausdenken - darauf müssen wir vorbereitet sein.


Wie können wir uns wappnen? Die Unterstützung der Bevölkerung für Maßnahmen zur Terrorbekämpfung wächst. Einiges ist bereits geschehen. Zum Beispiel im materiellen Strafrecht. Hier sind neue Straftatbestände geschaffen worden. Bei Terrorgefahr ist die Strafbarkeit in das Vorfeld der Tat vorverlegt worden.

Jens Gnisa, Das Ende der Gerechtigkeit, Ein Richter schlägt Alarm, Verlag Herder, 2017, Seite 45