• Marc DeSargeau und FAGULON

Krieg gegen Terror ist sein Brennstoff



„Heiße und Kalte Kriege gehören schon seit langer Zeit zu den besten Geschäftsfeldern überhaupt. In der Zeit der Konfrontation mit dem Block der sozialistischen Staaten hatte dies sogar einen verständlichen Hintergrund: Die wechselseitige Abschreckung mit nuklearen und konventionellen Waffen verhinderte möglicherweise einen Krieg der beiden Systeme. Nun aber ist dieser Grund entfallen. An seine Stelle treten gelegentliche militärische Interventionen, von denen die meisten sinn- und erfolglos sind. Es ist mit militärtechnologischer Übermacht möglich, zuweilen einen Diktator zu stürzen, jedoch tritt dann oft ein langes und mordendes Chaos von Stellvertreterkriegen an seine Stelle. So haben die USA und ihre Verbündeten die machtpolitischen und psychologischen Voraussetzungen für die Entstehung und Ausbreitung der Terrormilizen IS, al Nusra und vieler anderer geschaffen. Der Krieg gegen den Terror hat sich als machtvoller Antrieb für die Ausbreitung von Bürgerkriegen, fanatischem Islamismus und von Terroranschlägen erwiesen. Das Gegenteil des angeblichen Zieles wurde erreicht.


Statt unlösbare Bürgerkriege ausbrennen zu lassen - wie dies in Afrika schon oft praktiziert wurde - versuchte man sich als Besatzungsmacht und steigerte so die Zahl der Toten und Leidenden ins Unermessliche. Nach dem Abzug der Kampftruppen - und Hunderte Milliarden von Steuergeldern später - beschäftigen sich die verbliebenen "Militärberater" hauptsächlich noch damit, die eigenen Soldaten in ihren Festungen zu schützen. Allein die kleinen deutschen Militärfestungen in Afghanistan kosten zwischen 1 und 1,5 Milliarden Euro jährlich. Die USA wollen sich nicht mit diesem Soldaten-Camping in Feindesland zufrieden geben, sondern den Anschein von militärischer Macht erhalten. Auf Geheiß eines Friedensnobelpreisträgers wurden deshalb z.B. via Drohne und Joy (!!!)-Stick Tausende angeblich Verdächtiger mitsamt ihrer Familien in der Luft zerfetzt und gleichzeitig viele Milliarden an andere Islamisten über den Umweg über die angeblich existierenden "moderaten" Rebellen gezahlt.


Ich bin sicher, eine bessere Methode, den Hass auf die westlichen Länder und den Terrorismus als einzige Rachemöglichkeit anzuheizen, könnte sich auch die perfideste Phantasie nicht ausdenken! Diese Glut entzündet das chaotische Feuer, welches nach dem Abzug der "Friedenstruppen" ausbricht. Jeder Soldat - auf jeder Seite - ist völlig sinnlos gestorben. Nachdem die kalten "Religionskriege" des 20. Jahrhunderts durch die Selbstauflösung der sozialistisch-kommunistischen Glaubenslehre erstorben sind, erwacht der Islam als neue Heilslehre. Seine fundamentalistischen Erscheinungsformen haben alles, was die kommunistischen Diktaturen über viele Jahrzehnte stabilisierte: Sie besitzen eine einfache, durch tägliche Propaganda und Rituale jedem Menschen eingetrichterte Ideologie und stabilisieren ihre Macht durch den Eispanzer der Angst. Dazu gehört das hemmungslose Abschlachten aller "Abweichler" und "Andersgläubigen". Die Auslegung des Islam nach den Maßstäben des 7. Jahrhunderts liefert zudem die ideologische Rechtfertigung des Endziels der Weltherrschaft.“

Zitat aus: „Gesetze des Tanzes der Marionetten vor der Fassade der Demokratie“ (politische Belletristik in Form einer fiktiven Vortragsreihe mit eingeschobenen, politisch korrekten Vorschlägen zur Gegenpropaganda) von Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2020, Seite 53-54