• Thilo Sarrazin und FAGULON

Vertuschter Migrationshintergrund von Kriminellen



Es ist eine der vielen Methoden der passive Lüge, die in "Müllers Manual" beschrieben wird: Man kann durch gezielte Auslassungen und Kategorisierungen Statistiken so verdrehen, dass sie zwar keine falschen Zahlen, aber falsche Aussagen enthalten. Diese Methode wird besonders gründlich bei Statistiken über die Kriminalität von Menschen mit Migrationshintergrund und von Asylbewerbern angewandt. Angesichts der Wahlerfolge der AfD und der Demonstrationen von PEGIDA u.a. Gruppen will man auf alle Fälle verhindern, der "falschen Seite" Argumente zu liefern.


So werden verschiedene Methoden angewandt, die wirkliche Situation durch Auslassungen, Verbote und die Änderung der Definition des Begriffs Migrationshintergrund zu verschleiern. Die Presse und politische Parteien nehmen diese manipulierten und geschönten Statistiken gerne zum Anlass, sich über die Sorgen der Bevölkerung zu erheben und realistischere Darstellungen der Wirklichkeit als "rechte Hetze" zu diffamieren. Diese "Bereinigung" des Gesamtbildes beginnt bereits mit der Definition des Begriffs "Migrationshintergrund". Damit wird die tatsächliche Lebenssituation vieler Menschen arabischer oder türkischer Herkunft verschleiert, dann sie leben oft in Ghettos, in denen ihre Sprache, Kultur und Religion so dominant ist, dass es nebensächlich erscheint, dass sie sich in Deutschland befinden. So bleibt ihnen die deutsche Gesellschaft fremd, auch wenn sie bereits in der dritten Generation hier leben.


Zitat 1: "Die deutsche Statistik verwendet zur Abbildung der demografischen Auswirkungen dieser Entwicklung den Begriff des Migrationshintergrunds, den das Statistische Bundesamt wie folgt definiert: »Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt.« Nach dieser Legaldefinition wird der Migrationshintergrund bei Personen, die in der dritten oder vierten Generation in Deutschland leben, gar nicht mehr erfasst, wenn z. B. bereits die Großeltern die deutsche Staatsangehörigkeit erwarben. Der tatsächliche Einfluss von Einwanderung auf Zahl und Zusammensetzung der Bevölkerung ist also größer als statistisch erfasst. Diese Diskrepanz nimmt im Zeitlauf zu."

Thilo Sarrazin, Feindliche Übernahme, Finanzbuch Verlag 2018, Seite 248


Zitat 2: "Weitgehend wurde es in den vergangenen Jahrzehnten üblich, bei der Berichterstattung über kriminelle Delikte die Herkunft der Täter auszusparen. Diese Tabuisierungstendenz verstärkte sich zunächst mit der Zuwanderungswelle seit Herbst 2015. Die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht 2015, die sich an vielen Orten in kleinerem Maßstab wiederholten, wirkten dann wie ein Schock. Sie führten zu erhöhter öffentlicher Aufmerksamkeit für die Kriminalität von Zuwanderern und beeinflussten auch die Informationspolitik der staatlichen Stellen und der Medien.


Amtliche statistische Quellen differenzieren bei der Erfassung von Kriminalität zwar nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit, aber nicht nach dem Migrationshintergrund, der ethnischen Herkunft und der Religion. Bei der Fragestellung dieses Buches steht hinsichtlich der Kriminalitätsbelastung der religiöse Hintergrund der Täter bzw. der Tatverdächtigen im Vordergrund, also genau jenes Merkmal, für das es keine amtlichen Statistiken gibt.


Es gibt allerdings Indikatoren, die sehr belastbare indirekte Rückschlüsse zulassen: Im Berliner Jugendarrest dürfen nach Aussagen der Justizverwaltung 70 Prozent der Insassen aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen. Dort wurde deshalb der Speiseplan vollständig auf »halal« umgestellt. Kirsten Heisig, Richterin für Jugendstrafsachen in Berlin, arbeitete in ihrem 2010 erschienenen Buch sehr klar heraus, dass die überdurchschnittliche Gewaltkriminalität in bestimmten Berliner Bezirken vornehmlich auf jugendliche Täter mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund zurückgeht."

Thilo Sarrazin, Feindliche Übernahme, Finanzbuch Verlag 2018, Seite 298



Zitat 3: "In Schweden ist es der Polizei amtlich verboten, Kriminalfälle zu nennen, bei denen Flüchtlinge beteiligt sind. Aber sie hat einen »Code 291« eingeführt, unter dem seit Ende 2015 Berichte über Straftaten gesammelt werden, bei denen die Tatverdächtigen Flüchtlinge sind. Die Presse hat dazu keinen Zugang. Das widerspricht dem in der schwedischen Verfassung sonst sehr hochgehaltenen Öffentlichkeitsprinzip. Dieser kaum verhohlene Rechtsbruch konnte allerdings den Höhenflug der »Schwedendemokraten« nicht stoppen, die in den Umfragen im Sommer 2017 sogar die regierenden Sozialdemokraten überholten."

Thilo Sarrazin, Feindliche Übernahme, Finanzbuch Verlag 2018, Seite 312