• Gunnar Heinsohn und FAGULON

China ist überall weit voraus


Dieses Bild ist aus Dubai, welches als einzige Region im Nahen Osten mit den großen chinesischen Städten vergleichbar ist. Das kleine Emirat hat die Vision seines Gründers verwirklicht. Sie lautete: Wir wollen so werden wie Singapur. Dies wurde durch die Öl-Gelder der anderen Emirate und der Saudis und durch Fachkräfte aus den Industrienationen sowie billige Gastarbeiter aus Pakistan und Indien erschaffen.


Anders ist es in China: Das Land hat seine atemberaubende Entwicklung von der verlängerten Werkbank des Westen zu dem technologischen und industriellen Schwerpunkt der Welt aus eigener Kraft geschafft. Gunnar Heinsohn fasst in seinem lesenswerten Buch einige Fakten zusammen, die den meisten Menschen im Westen noch gar nicht bewusst geworden sind und uns Respekt abnötigen sollten - ganz egal, was wir von dem politischen System halten mögen.


Zitat:

"Zwischen 2008 und 2018 baut China von den 25 höchsten Gebäuden der Welt dreizehn. Das älteste der 25 stammt von 1974 und steht in den USA (Sears Tower/Chicago). Unter den 50 höchsten sind es 26. Das älteste unter den zusätzlichen 25 steht wiederum in den USA (Empire State/New York, 1931). Zwischen 2003 und 2018 baut China von den 25 längsten Brücken der Welt fünfzehn. Die älteste wird schon 1956 errichtet und steht in den USA. Von den längsten 50 sind 29 chinesisch. Die älteste unter den zusätzlichen 25 feiert 1931 ebenfalls in den USA Richtfest. Zwischen 2001 und 2018 baut China von den 25 höchsten Brücken der Welt 21. Die älteste - von 1929 - steht in den USA. Von den 50 höchsten sind 42 chinesisch. Die älteste unter den zusätzlichen 25 wird 1973 in Italien fertig.


Von den Bahnnetzen für Hochgeschwindigkeits-Züge, die 1959 in Japan initiiert und dort 1964 erstmals befahren werden, liegen 54 Prozent bzw. 29 000 km in China, wo man jedoch erst 1997 mit dem Bau beginnt. Subsahara-Afrika, Lateinamerika/Karibik, Südasien (mit Indien) und Südostasien (mit Indonesien) sind bisher nicht dabei. Nur 900 km sind für die bald fünf Milliarden Menschen dieser Gebiete im Bau gegen über weiteren 8000 km in China.


China baut den ersten nutzbaren Maglev-Levitations-Zug (Schanghai 2002). Die schnellsten Normallokomotiven mit 487 km/h Spitze kommen von der Staatsfirma CRRC5. Das Land hat mit der Privatfirma Donfeng die global größte LKW-Fabrikation, während »Build Your Dream« (BYD), ebenfalls privat, über 90 Prozent aller umweltfreundlichen Elektrobusse für Innenstädte und Flughäfen liefert. Wer nach disruptiven Industrien sucht, findet mit BYD einen Hersteller von Klein- und Kleinstbatterien, der drumherum Busse baut und so Giganten wie Mercedes oder MAN in die Knie zwingt, deren Fahrzeuge nur deshalb eines Tages mit dem Verpesten der Luft aufhören können, weil Ostasiaten ihnen die nötigen Batterien liefern.


Den 234 Zivilflughäfen Chinas von 2018 – davon 65 international - sollen bis 2035 weitere 216, also ein gutes Dutzend pro Jahr, folgen. Im Unterschied dazu hat der seit 2006 gebaute Berliner Hauptstadtflughafen (BER) bis 2018 ein Dutzend Verschiebungen für seinen Eröffnungstermin hinter sich."

Zitat aus: Gunnar Heinsohn, Wettkampf um die Klugen. Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen. Orell Füssli Verlag, 2019, Seite 49 und 50


Wer jetzt nicht beim Vergleich mit den deutschen Großprojekten (BER-Flughafen, Elbphilharmonie, Staatsoper, u.ä.) in tiefe Depressison verfällt, dem ist wirklich nicht helfen!