• Gunnar Heinsohn und FAGULON

Die Migration der Kompetenten


Die in Deutschland verbreitet als "politisch korrekt" angesehene Illusion, dass eine unzureichende Geburtenzahl durch die Einwanderung vieler Menschen ausgeglichen würde, ist naiv. Sie ignoriert die entscheidenden qualitativen Faktoren, welche die Zuwanderung für ein Industrieland wertvoll machen: Die Kombination von Intelligenz, Ausbildung und Fleiß der Einwanderer. Deshalb haben viele vorbildliche westliche Demokratien strikte Auswahlregeln bei der Einwanderung etabliert (z.B. Neuseeland und Australien). Wenn dann noch die Erfahrung zeigt, dass die Einwanderer sich in Ghettos von Parallelgesellschaften organisieren, die grundlegenden Regeln ihres Gastlandes aus religiösen Gründen verachten und missachten und auf dem Bildungssektor mehrheitlich versagen, dann wird deutlich, dass diese Verwechselung von Qualität mit Quantität sehr negative Folgen haben wird.


Zitat 1: "Während Westeuropa Islambogen füllt, laufen den angelsächsischen Ländern kompetente Ostasiaten zu. Dass ihre neuen Heimatländer damit auch bei der Cognitive Ability international nach vorne kommen, ist willkommen, obwohl es keineswegs von Beginn an so geplant war. Wer ethnisch nicht diskriminiert, aber auf Leistung besteht, bekommt nämlich fast automatisch die Besten auch dann, wenn er vorher gar nicht weiß, wo sie zu finden sind. Bereits im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhundert macht sich dieser simple, aber effektive Immigrationsmechanismus bei der Verbesserung der ohnehin schon besten fünf Prozent der aufnehmenden Nationen bemerkbar. Aus dieser Minderheit kommen die Innovationen.


Dabei scheint eine Kombination aus aschkenasischem Genie mit ostasiatischer Klarheit und Präzision bislang die besten Resultate zu liefern. Da selbst hohe Cognitive Ability niemals zu hoch sein kein, sondern die Verteidigung von Firmen und ganzen Nationen immer nur erhöhen kann, besteht die smarteste Bevölkerungspolitik nicht in allgemeiner Geburtenförderung, sondern in der Eliteabwerbung aus den fünf Prozent Besten der ganzen Welt. Hohe Milliardenbeträge für die Förderung der unteren 50 Prozent sind wünschenswert und können auch positive Ergebnisse zeitigen, ohne dass jedoch die Schwelle zur Innovation erreicht wird."

....


"Das Abschirmen der technischen Zivilisation durch Peking, Washington und Moskau wäre ein nahe-liegendes Gemeinschaftsunternehmen. Es geht dabei um ein Drittel gegen zwei Drittel, im Jahr 2050 sogar um ein Viertel gegen drei Viertel der übrigen Menschheit. Der zu beschützende Raum wird nur als konservativer eine Zukunft haben, also das Dreieck aus Leben, Eigentum und Freiheit immer im Zielhorizont halten müssen. Es geht um die welthistorisch einzigartige Verbindung aus der Lebensheiligkeit des jüdischen Monotheismus mit der Eigentumszivilisation der griechisch-römischen Welt.


Zöge China dabei mit, entstünde ein nachhaltiger Hoffnungsraum fürs Ganze. Ohne diese Mitte würde es ungemein schwierig. Ein abrutschendes Amerika wäre nicht weniger destruktiv. Sinkt es Richtung Südamerika, kann es kein Partner bleiben. Die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe der USA sind »Hispanics« mit rund 25 Prozent aller Neugeborenen. 2018 erreichen sie bei den Mathematiktests für die Universität (SAT) 489 Punkte. »Whites« schaffen 557. »Asians« (Chinesen etc.) hingegen dominieren mit 635 Punkten."

Zitat aus: Gunnar Heinsohn, Wettkampf um die Klugen. Kompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen. Orell Füssli Verlag, 2019, Seite 181