• Marc Friedrich, Matthias Weik und FAGULON

Hohe Steuern und Beamtenpensionen



Während die Mittelschicht bald durch das gnadenlose Abschöpfen des Staates aus dem Sattel geworfen wird, können sich die Großverdiener und Konzerne problemlos der Steuerlast entziehen, indem sie ihre Geschäfte in die entsprechenden Oasen in Europa oder im Ausland verlagern. Für den Normalverdiener stellt sich jetzt schon eine Situation dar, in welcher er weit mehr als die Hälfte des Jahres nur für den Staat arbeitet. Dies ergibt sich aus der Betrachtung der Summe aller Steuerformen. Fast die Hälfte dieser Steuereinnahmen wird für Transferleistungen verbraucht, einschließlich der jährlichen Milliardenausgaben für illegale und ausreisepflichtige Einwanderer. Während die überzogenen und relativ unwirksamen Maßnahmen im Zuge der Corona-Hysterie für viele Selbständige und Arbeitsnehmer den Absturz in die Armut bedeuten werden, müssen sich die Beamten keine Sorge machen. Die vielen Pensionäre des Staatsfunks erhalten sogar noch üppigere Pensionen, da sie oft ihrem letzten Gehalt entsprechen. Dafür geht ein wesentlicher Teil der Rundfunkgebühren drauf.


Zitat: "Deutschland ist nicht nur Spitze im Fußball und momentan noch in der Wirtschaft. Auch bei der Steuerlast sind wir absolute Weltklasse. Während die Steuereinnahmen sprudeln, lässt die Politik allerdings unsere Infrastruktur zerfallen. Trotzdem werden von unseren Politikern immer neue Abgaben und Steuern aus dem Hut gezaubert. Immer deutlicher wird, dass der Staat strukturell gierig ist und mit Geld nicht umgehen kann. Es scheint, als kenne der Steuerirrsinn keine Grenzen mehr. Die neue Grundsteuer für Immobilienbesitzer wird sicherlich nicht günstiger. Die Finanztransaktionssteuer hat den Namen nicht verdient, denn es ist nichts anderes als eine Aktiensteuer. Damit wird der sowieso schwachen Aktionärskultur in Deutschland weiter der Garaus gemacht. Die KFZ-Steuer steigt jährlich. Auch über eine Vermögensabgabe wird schon fabuliert. Und jetzt der Höhepunkt: Man hat es tatsächlich geschafft einen Teil der »Luft« zu besteuern – mehr geht nicht: Ab 2020 bekommen wir eine CO2-Steuer verpasst. Diese fängt bei 40 Euro pro Tonne an und wird bis 2030 auf 180 Euro pro Tonne ansteigen."...


"Die Arbeitnehmer sind in Deutschland die Melkkuh des Staates. Mit einem Einkommen von schon 55.961 Euro zahlt man in Deutschland den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Der Spitzensteuersatz trifft Steuerpflichtige, die das 1,9-fache des durchschnittlichen Bruttogehalts aller Arbeitnehmer in Deutschland erhalten. Im Jahr 1965 lag der Wert beim 15-fachen, 1980 beim 5-fachen, 1990 beim 3,2-fachen und 2000 beim 2,6-fachen. So deklariert der Staat die Mittelschicht zur Oberschicht und rupft sie immer mehr. Es ist erstaunlich, dass sich die Menschen dies noch immer bieten lassen."...


"Ferner stellt sich die Frage, warum Parlamentarier nicht genauso viel in die Rentenversicherung einbezahlen müssen wie jeder Angestellte auch. Dieselbe Frage stellt sich auch bei Beamten, denn auch hier werden uns in Zukunft die Kosten um die Ohren fliegen. Die Kosten für die Pensionen und die Gesundheitsversorgung der Beamten im Ruhestand sind 2019 im Vergleich zu 2018 um knapp 70 Milliarden Euro gestiegen. Die langfristigen Kosten belaufen sich damit auf 757,76 Milliarden Euro. Diese setzen sich zusammen aus: Kosten für Pensionen von Bundesbeamten und Soldaten in Höhe von 301,8 Milliarden Euro, von Postbeamten auf 190 Milliarden Euro und von Bahnbeamten auf 75,2 Milliarden Euro. Hinzu kommen noch 190,75 Milliarden für Beihilfen, die Gesundheitsversorgung der Pensionäre.


Dem Finanzministerium zur Folge gibt es 592.000 Pensionäre – und nur 286.700 aktive Beamte und Soldaten. Für jeden Ruheständler müsse der Bund, also wir Steuerzahler, im Schnitt 861.500 Euro einplanen. Wie viele Selbstständige schaffen es im Laufe ihres Arbeitslebens so viel für das Alter anzusparen?


Der Durchschnittspension eines Beamten von 3.000 Euro steht heute in Deutschland eine Durchschnittsrente des normalen Arbeitnehmers von 1.314 Euro gegenüber. Der Beamte erreicht seine Höchstpension nach 40 Dienstjahren; der Standardrentner muss dafür 45 Jahre arbeiten. Obendrein werden dem Beamten auch noch seine Wehr- oder Zivildienstzeiten als Dienstzeiten angerechnet sowie bis zu zweieinhalb Jahre der Hochschulausbildung, gegebenenfalls auch mehr. Selbst wenn alle Stricke reißen, erhalten Beamte in jedem Falle eine Mindestpension von 1.573 Euro."


Zitat aus: Friedrich, Marc; Weik, Matthias; Der größte Crash aller Zeiten: Wirtschaft, Politik, Gesellschaft. Wie Sie jetzt noch Ihr Geld schützen können (German Edition) (S.115-116 und 135-136). Eichborn-Verlag 2019. Kindle-Version.