• Marc DeSargeau und FAGULON

Neo-Stalis beherrschen den globalen Finanz-Rummel



"Ein Machtinstrument, welches den stalinistischen Parteien und Staaten fehlte, ist jedoch auch nach Neo-Stali Prinzipien organisiert: Das internationale Finanzkapitel

Am mächtigsten jedoch sind die neo-stalinistischen Monopole des internationalen Finanzkapitals. Hier konnten durch die Aufhebung nahezu aller regulativen Schranken in den Industrieländern Strukturen von Finanzmonopolen entstehen, die sich völlig von der Realwirtschaft abgekoppelt haben. Sie erzeugen durch z.T. automatisierte Spekulationsgeschäfte und undurchsichtige Finanzprodukte Schuldenblasen, die schließlich in einem Kollaps der Weltwirtschaft enden werden. Oft gilt dabei das Motto: "Man muss tanzen, solange die Musik spielt!" Irgendwann hört die Musik auf und alle rennen in Panik davon. Der Crash ist da und jeder zeigt sich überrascht.


Wie viele Interviews mit ehemaligen hochrangigen Managern dieser Finanzkonzerne gezeigt haben, wird hier mit Neo-Stali-Methoden regiert. Ein allmächtiger Boss oder eine Art "Politbüro" sind die unbestrittenen Herrscher. Jeder, der auf Gefahren aufmerksam macht oder Kritik äußert, wird schnell kaltgestellt und ausgeschieden. Deshalb segelt man solange auf die Katastrophe zu, bis sie eingetreten ist. Auch Pyramidensysteme des Finanzbetrugs sind auf diese Weise lange geheim zu halten, wie der plötzliche Kollaps des Investment-Fonds des ehemaligen NASDAQ-Chefs oder eines großen Finanzdienstleisters gezeigt hat.


Das unschlagbare Machtinstrument, mit dem diese Konzerne den Staaten ihren Willen in Neo-Stali-Manier aufzwingen können und sie dazu veranlassen, die Zeche für ihre finanziellen Casino-Spiele auf die Steuerzahler abzuwälzen, besteht in der Schuldenfalle. Deshalb müssen Staaten schließlich durch Geld anderer Länder gerettet werden, weil sie sich für Kredite ihrer Banken verbürgt haben. Dass diese Rettungsfonds aber Stunden später auf den Konten der großen Finanzinstitute landen, welche diese Bürgschaften nun ziehen können, wird oft verschwiegen. Diese Macht über die Regierungen von Industriestaaten und die Tatsache, dass die großen Finanzkonzerne leicht jeder Regulierung durch Verlegung ihres Firmensitzes in "wohlwollende" Staaten ausweichen können, hat alle Versuche scheitern lassen, die darauf ausgerichtet waren, deren Macht zu begrenzen und eine neue weltweite Finanzkatastrophe zu vermeiden. Im Gegenteil, alle Fehlentwicklungen und Blasen haben sich nur noch verstärkt."


Zitat aus: https://www.fagulon.de/die-neo-stalis/teil-3/