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- SCIENAD: Revolutionäre Methoden der Entscheidungsfindung
„Eine ganz neuartige Methode der Ausarbeitung, Modifizierung oder Abschaffung von Gesetzen und Regularien bzw. der Vorbereitung von Weichenstellungsparallelogrammen für AMFICS (analyse interests – move positions – find common solutions) wird ebenfalls im Rahmen von NEMACOS beschrieben und durch das Kunstwort CAMCEAU (computer-assisted method of brain storming by CREL-focused expert audiences) bezeichnet (CREL, creating leader). Dieses Verfahren ersetzt die monatelangen und sich teilweise über Jahre erstreckenden Abstimmungsprozesse zwischen Ministerien, Parteien oder Organisationen, bevor neue Gesetze und Regularien verabschiedet oder geändert werden. Es handelt sich hier um die Umwandlung von Sachverhalten und rechtlichen Bezügen in hybridisierungsfähige Muster, die an virtuellen Seilen hängend auf einem großen Bildschirm als vernetzte dreidimensionale Strukturen dargestellt werden. Auf diese Weise können komplizierte Wechselwirkungen nicht nur visuell dargestellt, sondern auch quantitativ anhand der Zahl und Stärke von Hybridisierungen in der jeweiligen Variante des Netzwerkes analysiert werden. Diese Kodierungen werden vor einer CAMCEAU-Sitzung vorgenommen. Vor einem riesengroßen Bildschirm sitzen 30-50 Experten der verschiedenen Fachbereiche aus Ministerien, Verbänden und Organisationen, die speziell in den Methoden von CAMCEAU ausgebildet und trainiert wurden. So sind sie in der Lage, von ihren Computerarbeitsplätzen aus schnell neue Hybridisierungsmuster zu initiieren, die von den anderen bewertet und modifiziert werden. Zum Teil werden in einem automatisierten Verfahren hunderte, manchmal auch tausende Varianten der Hybridisierungsmuster durchgespielt, wobei die Stärke und Zahl der Wechselwirkungen jeder dieser Varianten grafisch dargestellt und verglichen wird. Gleiches gilt auch bei der manuellen Feinjustierung optimaler Hybridisierungen. Jeder der Teilnehmer vertritt zwar die Interessen seiner Organisation, jedoch unter der Voraussetzung, diese immer einem offensichtlich überlegen starken Hybridisierungsmuster, d.h. einem möglichst breiten Interessenausgleich, unterzuordnen. Geleitet wird eine CAMCEAU-Sitzung von der Person (ein CREL, s.o.), welche durch Amt und Qualifikation berechtigt und in der Lage ist, die letzte Entscheidung zu treffen. In ihm vereinigt sich eine hohe kreative Intelligenz mit dem Fachwissen und der Erfahrung einer Führungskraft. Er gibt zuweilen einzelnen Teilnehmern Anweisungen zur manuellen Veränderung von Elementen des Hybridisierungsmusters und kann von seinem Arbeitsplatz aus dessen Grundstrukturen verändern, was den anderen Teilnehmern nicht möglich ist. Aufgrund der beschriebenen Personalauswahl müssen alle Leiter von Regierungsorganisationen, Ministerien und auch der Regierungschef in der Lage sein, diese Rolle auszufüllen. Mit der CAMCEAU-Methode kann die Abstimmung und Optimierung von Gesetzesvorhaben, Budget- und Finanzstrukturen und Verhandlungsstrategien zwischen allen Beteiligten bis zu hundertmal schneller und qualitativ sehr viel besser vorgenommen werden als mit den gegenwärtigen Verfahren, in dem Papiere mühsam von einem Referat ins nächste geschoben werden. Schließlich werden solche Texte oft von übermüdeten Politmarionetten in nächtlichen Sitzungen abgenickt. Keiner weiß genau, worum es geht und niemand hat alle Konsequenzen durchgespielt, die dann in den kommenden Monaten und Jahren "überraschend" auftauchen und Anlass für neue Marathon-Verhandlungen geben. Einige Nebenvorteile der CAMCEAU-Methode sind ebenfalls erwähnenswert: Die Teilnehmer bleiben gegenüber der Öffentlichkeit anonym. Sie können durch ihre schonungslos sachbezogenen Beiträge zum Hybridisierungsnetzwerk der Interaktionen weder etwas gewinnen noch verlieren. Die Verteidigung des Image der eigenen Person, der Kampf gegen politische "Feinde" oder persönliche Rachefeldzüge spielen genauso wenig eine Rolle wie die Vorgaben einer bestimmten Ideologie. Wie sie wissen, basieren die meisten politischen Auseinandersetzungen innerhalb einer Fassadendemokratie genau auf diesen Motiven und sind nicht der optimalen Entscheidung von Sachfragen gewidmet. Zudem sind alle Stufen der iterativen Optimierung im Computer gespeichert und können jederzeit sowohl zur Rechtfertigung der finalen Entscheidung als auch zur erneuten Analyse unter veränderten Bedingungen herangezogen werden. Keine der bereits bewerteten Alternativen muss neu erfunden werden.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- SCIENAD: Neue, hocheffiziente Verhandlungsmethoden
„AMFICS (analyse interests – move positions – find common solutions) ist ein Methodenspektrum zur Durchführung von Verhandlungen in allen Bereichen der Gesellschaft und zwischen Regierungen und ersetzt unter anderem den bereits besprochenen Irrsinn der ständigen Gipfelgespräche von Regierungschefs und Ministern. … In der ersten Phase werden die objektiven und subjektiven Interessen und Eigenschaften aller Partner in einem formalisierten Verfahren analysiert und bewertet. Dies schließt auch die Erforschung des Bewegungsspielraums ein, welchen die Verhandlungspartner im Rahmen derjenigen Hierarchien und Netzwerke haben, die ihr Denken und Handeln bestimmen. In der zweiten Phase werden optimale, wünschenswerte und tolerierbare Ergebnisse der Verhandlungen definiert. Diese stellen die Endpunkte von Weichenstellungsparallelogrammen dar. Mit anderen Worten, es werden, wie bei einem Schienennetz, welches in einen Kopfbahnhof führt, verschiedene Weichen und Schienen aufgezeichnet, die den Zug der Verhandlung an unterschiedlichen Bahnsteigen ankommen lassen. Dann werden Ablenkungsschienen, Verbindungsschienen und Zusatzschienen eingefügt, durch welche mit Hilfe von Kompromissen, Belohnungen, Drohungen u.ä. der Zug noch auf eine attraktivere Schiene umgelenkt werden kann, wenn er in eine Richtung abgebogen ist, die den eigenen Wünschen nicht entspricht. Die dritte Phase von AMFICS besteht in den eigentlichen Verhandlungen, die darauf gerichtet sind, die Ziele und Möglichkeiten der anderen Seite so genau zu kennen und zu verstehen, wie die eigenen. Auf diese Weise können Positions- und Imagekämpfe vermieden und gemeinsam akzeptable Lösungen durch das experimentelle Hin- und Herfahren der Verhandlungspartner auf dem Weichenstellungsparallelogramm erzielt werden. Die Verhandlungen werden zunächst nur durch geschulte Fachleute geführt, die sich sowohl in den Sachfragen als auch den AMFICS-Methoden auskennen und durch die AMFICS-Phasen I und II extrem gut vorbereitet sind, bevor die erste Verhandlungsrunde mit dem Austausch schriftlicher Vorschläge beginnt. Dann erfolgen Videokonferenzen, in denen die Prozesse der AMFICS-Phase III solange ablaufen, bis den Regierungen oder Institutionen (z.B. auch Gewerkschaften und Unternehmerverbänden) ein gemeinsamer Vorschlag unterbreitet werden kann. Sollten sich wichtige Elemente innerhalb einer prinzipiell tragfähigen Vereinbarung als Stolpersteine erweisen, können jetzt die Minister, Regierungschefs oder die Führer der beteiligten Institutionen in Telefonaten oder Videokonferenzen mit gut vorbereiteten last-minute Kompromissvorschlägen auf den Plan treten, wobei sie im Hintergrund immer von den erfahrenen Verhandlungsführern begleitet werden müssen. Dies verhindert, dass sie - aufgrund mangelnder Kenntnis des bisherigen Verhandlungsverlaufes - zufällig Teile der vorher sorgsam austarierten Statik des Vertragsgebäudes schwächen, es vielleicht sogar zum Einsturz bringen. Ist kein akzeptables Ergebnis zu erreichen, muss man danach aus den Gesprächen aussteigen und auf günstigere Umstände warten. Mit den AMFICS-Methoden sind nicht nur wesentlich bessere und tragfähigere Verhandlungsergebnisse zu erreichen, sie sind auch um den Faktor 10-20 schneller und kosten nur einen winzigen Bruchteil des gegenwärtigen Verhandlungstourismus.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- SCIENAD: Historische Vorbilder der Personenauswahl
„Wichtige Elemente der im Rahmen des SCIENAD-Konzeptes (scientific enhancement of administration and democracy) vorgeschlagenen Methoden zur Ausbildung, Selektion und Reifung von Führungspersönlichkeiten hat es im Laufe der Geschichte bereits zweimal gegeben. In beiden Fällen funktionierte dies - trotz ganz unterschiedlicher Gesellschaften und Religionen - für viele Jahrhunderte ganz großartig. In dem einen Fall handelt es sich um die Verwaltung des chinesischen Kaiserreiches durch Hierarchien der sogenannten "Literaten". Diese Verwaltungsbeamten ersetzten die in anderen Ländern übliche Lokalregierung durch den erblichen Adel, der keinerlei Qualifikation erwerben und nachweisen musste. Eine lange und komplizierte Ausbildung erfolgte in mehreren Stufen, an deren Ende jeweils eine anspruchsvolle Prüfung vor einem kompetenten Gremium stand. Nur diejenigen Kandidaten, welche diese Prüfung bestanden und sich in ihren bisherigen Ämtern bewährt hatten, konnten in den nächsthöheren Rang aufsteigen und so die weiteren Stufen der Ämterlaufbahn erklimmen. In regelmäßigen Abständen wurden die Beamten in andere Regionen versetzt, so dass die Ausbildung von Seilschaften sowie von Abhängigkeiten durch Bestechungen und Erpressbarkeit vermieden wurde. Erstaunlicherweise wurden sogar viele Berichte der hochgestellten Literaten an den Kaiser öffentlich zugänglich gemacht und konnten kritisiert werden. Im anderen Fall handelt es sich um die römische Ämterlaufbahn, die lange Zeit zwingend vorgeschrieben war, wenn jemand auf eines der höchsten Staatsämter zusteuerte. Diese waren auf relativ kurze Zeiten - meist ein Jahr - begrenzt und erforderten bei einigen Positionen eine Doppelbesetzung mit Vetorecht. Die Ämterlaufbahn schloss militärische Führungsfunktionen, Richterämter, führende Aufgaben der Finanzverwaltung, die Verwaltung von Provinzen und schließlich das höchste Regierungsamt, das des Konsuls, ein. In der Regel waren oder wurden die Kandidaten Mitglieder des Senats. Ihre Funktionen im Rahmen der Ämterlaufbahn waren jedoch Wahlfunktionen, bei denen mehrere Kandidaten in öffentlichen Reden miteinander konkurrierten.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- SCIENAD: Selektion führender Persönlichkeiten
„Das SCIENAD-Konzept (scientific enhancement of administration and democracy) geht zunächst von einer grundsätzlich veränderten Auswahl und Ausbildung der Menschen aus, die für Führungspositionen auf lokaler und zentraler Ebene in Frage kommen. Dazu sollen relativ kleine und flexible Organisationen entwickelt werden, denen fast ausschließlich potenzielle Funktionsträger angehören. Diese treten stellen sich immer als Individuum zu Wahl, denn Parteien werden als überholte Institutionen gänzlich abgeschafft. Zur Auswahl der Kandidaten wird zunächst die charakterliche und intellektuelle Eignung von Kandidaten im Rahmen hochqualifizierter und informierter politischer Diskussionen evaluiert. Dies ist erforderlich, weil sich nur solche Menschen zur Wahl stellen dürfen, die nachweislich den Anforderungen von SCIENAD gewachsen sind. Sie halten es sicherlich für selbstverständlich, dass man einen kranken Menschen nur von langjährig ausgebildeten Ärzten behandeln lässt und Behandlungsalternativen ausschließlich von ähnlich oder höher Qualifizierten vorgeschlagen werden können. Genauso muss man es aber auch bei problembeladenen, sich schnell verändernden Gesellschaften halten. So wie in allen hochqualifizierten Berufen ist deshalb für die potenziellen Führungsfiguren auf allen Ebenen von SCIENAD eine formalisierte Ämterlaufbahn nach vorheriger, auf diesen Werdegang spezialisierter Ausbildung erforderlich. Dies bedeutet zum Beispiel, dass jemand, der sich eines Tages als Minister, Staatssekretär oder Chef einer großen Behörde zur Wahl stellen will, sich der anonymisierten charakterlichen sowie intellektuellen Beurteilung durch seine Kollegen und auswärtige Gutachter stellen muss. Danach muss er mehrere Funktionen durchlaufen, auf denen er jeweils mindestens 2-3 Jahre verweilt. So lernt er in seinem Fachbereich die Probleme auf der Ebene von Städten oder Landkreisen, der Länder und schließlich auf Bundesebene detailliert kennen. Sein Aufstieg auf diesem Weg wird durch die Bewertung seiner Fähigkeiten und Leistungen bestimmt, welche in einem demokratischen und anonymen Prozess vorgenommen wird. Fachpolitik kann also nur durch langjährig gereifte und selektionierte Politiker vorgenommen werden, die im Laufe der Zeit auch die Fähigkeiten zur Nutzung wichtiger SCIENAD-Methoden wie AMFICS und CAMCEAU erwerben und trainieren. Daraus ergeben sich automatisch ganz neue Formen der menschlichen Wechselwirkung unter gleichrangigen Kollegen und im Verhältnis zu den Mitarbeitern. Zudem erlernt und trainiert der Kandidat Methoden zur Führung großer Organisationen. Die Auswahl von unterdurchschnittlichen Marionetten durch Hinterzimmergekungel führt zu den bereits erwähnten "Saalamander-Karrieren" und ist bei diesem Verfahren ausgeschlossen. Gegenwärtig werden die entscheidenden Fähigkeiten für ein Führungsamt, nämlich charakterliche und intellektuelle Eigenschaften, Fachkenntnis sowie Erfahrungen und Fähigkeiten bei der Leitung großer Institutionen praktisch nie berücksichtigt. Es geht um Proporz, Seilschaften und hauptsächlich darum, niemand aufsteigen zu lassen, der vielleicht einem Höhergestellten gefährlich werden könnte, weil er ihm erkennbar überlegen ist. SCIENAD ist demgegenüber auf die Auswahl der Besten auf dem jeweiligen Politikfeld ausgerichtet. Sofern es sich im Rahmen dieser Ämterlaufbahnen um Wahlpositionen handelt, sollte in vielen Fällen eine Doppelbesetzung durch gleichberechtigte Amtsinhaber eingeführt werden. Diese können durch ihr Veto Entscheidungen ihres Amtskollegen blockieren. Dadurch ist nicht nur eine intensive und rationale Diskussion von Alternativen erforderlich. Man kann auch keine Machtspiele veranstalten, die gegenwärtig häufig vorkommen und nur einen psychologischen Hintergrund haben: Die Autorität und Maske der Unfehlbarkeit des Chefs muss aufrechterhalten werden.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- SCIENAD: Eine grundsätzlich neue Regierungsform
Zitat 1: „SCIENAD (scientific enhancement of administration and democracy) ist ein völlig neues Konzept der tatsächlich demokratischen und zugleich hocheffektiven Regierung und Verwaltung von modernen Industrie- und Informationsgesellschaften…. SCIENAD basiert einer humanistischen Systemethik und nicht auf ethischen Grundlagen, die durch Religionen, Ideologien oder durch Anhänger von WUVU oder RELOCOMP bestimmt werden. Es handelt sich also nicht um eine Gesinnungsethik, wie sie heute in Deutschland verbreitet ist. Auch die Interessenethik, welche z.B. bei Vertretern von Industrien oder Ethnien im Vordergrund steht, wird nur am Rande berücksichtigt. Ich verzichte auf eine umfassende Beschreibung der humanistischen Systemethik, wie sie im Rahmen des SCIENAD-Konzeptes vorgenommen wurde. Im Wesentlichen handelt es sich darum, eine wahrhaft demokratische Regierung und Verwaltung zu etablieren, die in ihrer hochintelligenten Effizienz der Qualität und Komplexität der bereits existierenden globalisierten Industrie- und Informationsgesellschaft entspricht. Dabei besteht das Grundziel darin, auf allen Gebieten - national und international -einen schnellen und effektiven Interessenausgleich zu erzielen. Es geht weder um den Zugewinn von Macht oder Einfluss noch um Ansehen und Ehre. Keinesfalls geht es darum, die eigene Ideologie, Religion oder Gesellschaftsordnung auf andere Länder zu übertragen. Der Zweck der neuen Strukturen und Methoden von SCIENAD besteht aber auch darin, Konflikte im Inneren zu vermeiden und jedem Menschen diejenigen Möglichkeiten zur Gestaltung seines Lebens zu eröffnen, die er im Rahmen seiner Fähigkeiten und Veranlagungen nutzen kann und will.“ Zitat 2: „Unsere Fassadendemokratie ist in vieler Hinsicht eine Kopie der Strukturen der Weimarer Republik. Der zunehmenden Komplexität der Gesellschaft wird durch eine extreme Vergrößerung der Regierungsinstitutionen und Verwaltungen sowie mit einem exponentiellen Anstieg der Zahl von nationalen und internationalen Gesetzen bzw. Regularien begegnet. Mit anderen Worten, auf die veränderte Qualität der Gesellschaft wird von Seiten der Administrationen mit einer Erhöhung von Quantität reagiert. SCIENAD verfolgt dagegen einen rationalen und modernen Ansatz, indem die qualitativen Veränderungen der Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft in der qualitativen Metamorphose der Regierung und Verwaltung gespiegelt werden.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- Wahlrecht nur mit Wählerführerschein?
„Wenn also die 3 bis 6 Millionen Menschen, die innerhalb eines Zeitraumes von wenigen Jahren den Wahlführerschein erwerben könnten, sich mit ausreichenden Kenntnissen für einen Wahlkreis-Kandidaten entscheiden, dann ist dies im Sinne der obigen Definition sehr viel demokratischer als das gegenwärtige Verfahren. Dieses ist nämlich nur eine Pappfassade, ein Potemkin'sches Dorf. Dahinter verbirgt sich wenig oder nichts. Die Besitzer eines Wählerführerscheins entscheiden im Interesse der nichtwählenden Mehrheit des Volkes viel kompetenter und damit besser, als diese es jemals könnte. Das Volk ist nicht immer weise. "Demokratische" Mehrheitsentscheidungen aller Bürger sind nicht immer die besten Lösungen eines Problems. Was alle sagen, ist längst nicht immer richtig! Es war deshalb zunächst eine gute Idee, (fast) alle politischen Entscheidungen im Verlaufe einer Legislaturperiode auf die Parlamente und Parteien zu verlagern. Steht jedoch eine große Zahl von Menschen zur Verfügung, die einen Wählerführerschein erworben haben, ist es möglich, Volksentscheide wieder zu einem wichtigen Element der Demokratie zu machen. Dabei ist es völlig unnötig, dass das gesamte Wahlvolk entscheidet. Auch hier müssen aus den eben von mir genannten Gründen diejenigen ausgeschlossen werden, die keinen Wählerführerschein besitzen. Zudem ist es auch nicht nötig, dass alle Menschen, die ein solches Dokument erwerben konnten, sich an einer Volksabstimmung beteiligen. Es reicht völlig aus, wenn eine relativ begrenzte Zahl zertifizierter Wähler stellvertretend für alle anderen ihr Votum zu Einzelfragen abgibt. Wichtig ist nur, dass die Auswahl der Teilnehmer so erfolgt, dass sie hinsichtlich aller wichtigen Eigenschaften die gesamte Bevölkerung widerspiegeln. … Wenn man also solche Verfahren anwendet, um einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung mithilfe der Auswahl von 20.000 bis 50.000 Bürgern mit Wählerführerschein abzubilden, dürften die Ergebnisse solcher repräsentativer Volksentscheide die Interessenlage aller Bürger recht verlässlich abbilden. Mit einer wesentlich geringeren Zahl von repräsentativen Wählern lassen sich zudem Volksentscheide auf regionaler Ebene schnell und kostengünstig durchführen. Wenn die Auswahl der Teilnehmer eines repräsentativen Volksentscheiders unter den Besitzern eines Wählerführerscheins erfolgt ist, werden diese benachrichtigt und mit den entsprechenden Detailinformationen versorgt. Gleichzeitig stehen ihnen Diskussionsforen und direkte Rückfragemöglichkeiten zur Verfügung, um eine kenntnisreiche Entscheidung zu erleichtern. Da es hier auf ein bestimmtes Spektrum von Personen und eine ausreichende Zahl von repräsentativen Wählern ankommt, besteht für die ausgewählten Inhaber von Wahlführerscheinen eine Wahlpflicht. Dies ist noch leichter zu rechtfertigen, als die Pflicht zum Schöffendienst, die bereits gesetzlich verankert ist. Der Grund hierfür liegt in den Steuererleichterungen bzw. erhöhten Transferzahlungen, die den zertifizierten Wählern gewährt wurden. Sie sind also sowohl gesetzlich als auch moralisch leicht zu verpflichten, an repräsentativen Volksentscheiden teilzunehmen. Wie bei der bereits diskutierten neuen Form der Parlamentswahlen können solche repräsentativen Volksentscheide über das Internet ausgeführt werden. Niemand muss mehr Wahlzettel drucken oder Wahllokale einrichten und betreiben. Zudem können den ausgewählten Personen auf diesem Wege leicht alle relevanten Informationen zugänglich gemacht werden. In der Regel werden sie - aufgrund ihrer Vorbildung als Inhaber eines Wählerführerscheines - in der Lage sein, diese zu verstehen und zu bewerten. So wird die Wahl völlig vom Austausch inhaltsleerer Phrasen befreit. Es zählen nur noch die Fakten und deren Bewertung aus der jeweiligen Perspektive des qualifizierten Wählers.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- Wählerführerschein: Finanzielle Anreize und Prüfung
„Wie am Ende der Fahrschulausbildung besteht auch die dritte und letzte Phase des Weges zum Wählerführerschein in einer Prüfung. Um dies möglichst effektiv zu machen, werden Prüfungen an Computern in der Ausbildungsstätte der zukünftigen zertifizierten Wähler vorgenommen. Jeder Kurs erhält per Zufallsauswahl unterschiedliche Fragen aus einem großen, zentral vorbereiteten Fragenpool. So kann eine schnelle Verbreitung der richtigen Antworten über das Internet ausgeschlossen werden. Die Teilnehmer beantworten die Fragen allein, jedoch zum gleichen Zeitpunkt und im gleichen Raum. So kann durch ein geeignetes Computerprogramm innerhalb von Minuten nach Abschluss der Prüfung das Ergebnis für jeden einzelnen Teilnehmer festgestellt werden. Diejenigen Bürger, welche die Prüfung bestanden haben, erhalten sofort eine Urkunde als zertifizierte Wähler, werden in einer zentralen Datei gespeichert und profitieren von den finanziellen Anreizen, die ich noch näher beschreiben werde. Wer eine bestimmte Mindestpunktzahl nicht erreicht, ist automatisch durchgefallen, kann jedoch nach einigen Wochen zu einer Wiederholungsprüfung antreten. Wer dreimal durchfällt, der muss den gesamten Kurs wieder von Anfang an durchlaufen oder aufgeben. Angesichts des Aufwandes stellt sich natürlich sofort die Frage, ob es überhaupt eine ausreichende Zahl von Bewerbern geben wird. Schließlich müssen die zertifizierten Wähler ja durch ihre Entscheidungen die Interessen aller Bevölkerungsgruppen widerspiegeln. Es sollte angestrebt werden, dass zwischen 5 und 10 % der theoretisch wahlberechtigten Bürger innerhalb von 2-3 Jahren einen Wahlführerschein erwerben. Ihr Status als zertifizierte Wähler verpflichtet sie dann, sowohl an Parlamentswahlen als auch an repräsentativen Volksentscheiden teilzunehmen. Wie ist das jedoch zu erreichen? Die Lösung ist ganz einfach! Alle Bürger, die einen Wählerführerschein erworben haben, erhalten für die kommenden 3-5 Jahre eine Reduktion ihrer Steuerlast oder eine Erhöhung ihrer Renten- bzw. Transferzahlungen, sofern sie selbst keine oder nur geringe Steuerpflichten haben. Auf diese Weise ist ein erheblicher finanzieller Anreiz gegeben, die Kurse erfolgreich zu durchlaufen. Diejenigen, die in der Prüfung scheitern, bekommen diese Vergünstigungen natürlich nicht. Ihre Mühe war also völlig umsonst: Sie werden weder zu Wahlen zugelassen, noch profitieren sie von den finanziellen Anreizen. Angesichts Hunderter Milliarden, die für die Stützung verschuldeter Euro-Staaten, für die Rettung von Banken oder für sinnlose kriegerische Interventionen ausgegeben werden, sind die Kosten, die im Zusammenhang mit dem Wählerführerschein entstehen, vernachlässigbar. Die meisten Ausgaben für die Belohnung der zertifizierten Wähler kommen bereits kurz nach der Einführung dieses Systems wieder herein. Warum? Wenn nur die zertifizierten Wähler abstimmen dürfen, reduzieren sich die Kosten von Parlamentswahlen dramatisch. Es sind z. B. keine Wahlplakate mit dummen Slogans mehr nötig. Auch die peinlichen TV-Werbespots werden nicht mehr gebraucht. Zudem können auch die Wahllokale ersatzlos abgeschafft werden. Jeder zertifizierte Wähler erhält durch ein verschlüsseltes System die Möglichkeit, seine Stimme über das Internet abzugeben. Für die seltenen Ausnahmen, bei denen dies nicht möglich ist, stände natürlich immer noch die Briefwahl zur Verfügung.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- Wählerführerschein: Praktische Übungen
„In dieser zweiten Phase auf dem Weg zum Wählerführerschein werden den Teilnehmern aktuelle oder in Zukunft bedeutsame Probleme aus verschiedenen Politikbereichen vorgelegt. In Analogie zur Fahrschule begeben sich die Teilnehmer nun auf die Piste. Sie fahren allerdings nicht in trauter Zweisamkeit mit dem Fahrlehrer, sondern steuern einen Bus, in dem alle Mitglieder ihrer Gruppe sitzen und sie beim Navigieren beobachten und kritisieren. Konkret bedeutet dies, dass alle der Reihe nach darstellen müssen, welche Lösung sie für die Beste halten und weshalb eine bestimmte Gruppe oder Person den von ihnen favorisierten Weg mit der höchsten Wahrscheinlichkeit umsetzen wird. Da nicht alle Teilnehmer die gleichen Lösungswege favorisieren werden, besteht die Aufgabe darin, möglichst viele in der Gruppe von der eigenen Wahlentscheidung zu überzeugen. Durch die Gegenargumente der anderen wird die eigene Meinung in der bestmöglichen Weise herausgefordert, gelegentlich sogar umgestoßen werden. Im praktischen Teil der Fahrschulausbildung geht es nicht darum, möglichst schnell und bequem von einem Ort zum anderen zu gelangen. Vielmehr lernt der Fahrschüler, das Auto zu beherrschen und es im Einklang mit den Verkehrsregeln sowie unter Berücksichtigung der Interessen der anderen Autofahrer zu steuern. Oft bedeutet dies, anderen die Vorfahrt zu gewähren oder sich in Geduld zu üben, wenn lange Staus das Vorankommen zeitweise unmöglich machen. Genauso müssen auch die Diskussionen der Teilnehmer an den praktischen Kursen zum Erwerb des Wählerführerscheins verlaufen: Es geht nicht darum, die eigenen Interessen und Präferenzen möglichst schnell und umfassend durchzusetzen. Vielmehr wird durch Alternativvorschläge der anderen Teilnehmer und ihre Kritik an den Präferenzen und Meinungen des jeweils Vortragenden schnell deutlich, wo er die Fähigkeiten und Eigenschaften des Fahrzeugs "Gemeinwesen" falsch einschätzt oder Regeln missachtet, die für dessen Navigation durch den Dschungel der Sachzwänge beachtet werden müssen.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- Wählerführerschein: Die theoretische Weiterbildung
„Für jede Tätigkeit, bei der man seinen Mitbürgern Schaden zufügen könnte, braucht man in Deutschland eine Art von "Führerschein", der nur nach gründlicher theoretischer und praktischer Ausbildung erworben werden kann. Das sind z. B. die Abschlüsse der Ärzte, Ingenieure, Architekten, Steuerberater, Handwerker und natürlich auch die Führerscheine für Kraftfahrzeuge. In Analogie hierzu ist es eigentlich logisch, ja fast unvermeidlich, dass das Wahlrecht nur von denjenigen Bürgern ausgeübt werden darf, welche die Prüfung zum Erwerb eines Wählerführerscheins bestanden haben. Falsche Wahlentscheidungen können dem Gemeinwesen nämlich beträchtlichen Schaden zufügen! Diejenigen, die sich nicht als zertifizierte Wähler qualifiziert haben, werden mit dem Votum ihrer kenntnisreichen Mitmenschen weit besser fahren, als wenn sie sich auf ihr eigenes Zufallsurteil verlassen hätten. Die Wahlpflicht, wie sie z. B. in Belgien, Griechenland, Italien oder Luxemburg existiert und die in Australien sogar schon 1924 eingeführt wurde, ist keine Lösung des Problems. Vielmehr sollte ein Verfahren etabliert werden, welches dem Erwerb des Kfz-Führerscheins ähnelt. Natürlich müssen alle Angebote auf dem Weg zum Wählerführerschein kostenlos sein. In Analogie zu den theoretischen Kursen zu Beginn der Fahrschule geht es in dieser ersten Phase des Erwerbs des Wählerführerscheins darum, die wichtigsten Elemente des Fahrzeugs - hier also des Staates, der Parteien und Parlamente - besser zu verstehen und das Netzwerk der wirtschaftlichen, finanziellen, rechtlichen u. a. Sachzwänge genauer kennenzulernen, nach denen das Fahrzeug "Gemeinwesen" bewegt werden kann. Hierzu ist über einen Zeitraum von 2-3 Monaten jeweils wöchentlich eine Bildungsveranstaltung erforderlich. Am einfachsten und kostengünstigsten wäre diese Form der Weiterbildung wohl dadurch zu erreichen, dass für jeden Themenkomplex mehrere 45-minütige Dokumentarfilme durch hochqualifizierte Journalisten mit unterschiedlichem politischem und weltanschaulichem Hintergrund produziert werden. So wird das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet und durch teilweise gegensätzliche Interpretations- und Wahrnehmungsrahmen eingegrenzt. Diese Videos sollten sich die Kandidaten für einen Wählerführerschein - jeweils nicht mehr als 30 Personen in einer Gruppe - gemeinsam ansehen und anschließend etwa eine Stunde lang diskutieren. Erstrebenswert wäre es zuweilen, wenn dieser Teil der Veranstaltung durch einen qualifizierten Seminarleiter moderiert würde. Die meisten Runden werden sich jedoch problemlos selbst organisieren können, z.B. mit der Methode des "Talking Stick", der systematisch weitergegeben wird. Die entsprechenden DVDs werden an interessierte Teilnehmer kostenlos abgegeben. Natürlich stehen sie auch ständig im Internet zum Herunterladen bereit. Auf diese Weise kann jeder sein Wissen festigen und/oder die im Seminar diskutierten Fragen mit Freunden oder Familienmitgliedern weiter beleuchten.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- Vermitteln Parteien echte politische Bildung?
„Sind denn wenigstens die Parteien noch Organisationen, welche der politischen Qualifizierung und Willensbildung von interessierten Bürgern ein Forum bieten können? Die beiden großen Parteien haben in den letzten Jahrzehnten die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. Die Übriggebliebenen sind zum großen Teil entweder im Rentenalter oder Karteileichen. Parteiversammlungen ähneln fast immer einem Kegelklub, in welchem es um Geselligkeit und die Intrigen bei der Vergabe von Posten und Pöstchen geht. Politisch aktiv sind eigentlich nur die Funktionäre, die sich entweder im Licht ihrer kleinen Bedeutung sonnen, oder auf der Ochsentour zu höheren Weihen unterwegs sind. Selbst die Grünschnäbel haben sich auf diesen Weg von der politischen Bürgerbewegung zur Funktionärspartei begeben. Ein paar Chaotenclubs oder rechtslastige Bewegungen bedeutungsgeiler Typen tauchen auf und verschwinden wieder. Sie erhalten viel mehr Aufmerksamkeit, als es ihre politischen Aktivitäten verdienen. Verständlicherweise, denn von den anderen Parteien gibt es ja wenig Aufregendes zu berichten. So verwundert es nicht, dass vor einigen Jahren ein großes Meinungsforschungsinstitut feststellen musste, dass fast 20 % der Wähler bereit waren, die fiktive Spaßpartei eines Komödianten zu wählen. Vermutlich hatten viele von ihnen gar nicht mitbekommen, dass es sich bei dieser "politischen Bewegung" nur um die Werbung für einen Film handelte. Ein anderer Witzereißer ist sogar als Vertreter seiner fiktiven Partei ins EU-Parlament gewählt worden.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- Den meisten Wählern fehlen die nötigen Kenntnisse
„Etwa 20 Millionen der Wähler sind Rentner. Die meisten von ihnen sind mit ihren aktuellen Krankheiten und Altersleiden, der Gestaltung der letzten Lebensjahre durch Reisen oder mit dem Verhalten ihrer Haustiere beschäftigt. Ihre Abende verbringt die Masse vor dem Fernseher. Ihr entscheidendes Interesse besteht darin, dass die Renten sicher sind und nicht von einer Inflation aufgefressen werden. Verständlicherweise! Sind die meisten von ihnen willens und in der Lage, das Wissen zu erwerben, welches für eine qualifizierte Wahlentscheidung nötig wäre? Mit Ausnahme einiger engagierter Intellektueller vermutlich nicht. Aus einer neuen Studie ergibt sich weiterhin, dass etwa 7,5 Millionen Deutsche zwischen 18 und 65 Jahren als funktionelle Analphabeten bezeichnet werden müssen. Das Spektrum in dieser Gruppe ist breit gefächert: Es reicht vom Analphabetismus bis zu erheblichen Schwierigkeiten beim Lesen und Verstehen einfacher Sätze. 41 % dieser Menschen sind Migranten bzw. deren Nachkommen. 13 Millionen Menschen können ihre Gedanken nicht besser oder komplexer formulieren als Kinder in der Grundschule. In England konnte die Zahl der Analphabeten durch ein fast vier Milliarden Pfund teures Programm in den letzten 10 Jahren deutlich gesenkt werden. Durch die Bundesregierung wird das Problem weitgehend ignoriert. Schulbildung ist nämlich Ländersache. Es ist eine weitgehend verdrängte, aber unbestreitbare Tatsache, dass sich einige Millionen Menschen in Deutschland notgedrungen, aber auch freiwillig auf eine Vollalimentierung des Staates eingerichtet haben. Dies betrifft nicht nur einen großen Teil der (vorwiegend aus muslimisch geprägten Ländern stammenden) Migranten der zweiten und dritten Generation, sondern auch viele Deutsche. Ihre Hartz-IV Bezüge (Geld für den Lebensunterhalt plus Mietkosten plus Kosten der Krankenversicherung) erlauben - zusammen mit dem Kindergeld - oftmals ein auskömmliches und anstrengungsloses Leben, besonders wenn man sich noch kleine "Zuverdienste" auf dem schwarzen Arbeitsmarkt oder in kriminellen Milieus sucht. Zudem gibt es die Möglichkeit, kostenlose und qualitativ gute Lebensmittel an vielen Ausgabestellen der Tafeln abzuholen, wenn man sich als Hartz-IV Empfänger ausweist. Dadurch wird ein wesentlicher Teil des Budgets für andere Ausgaben frei. Ihre Interessenlage bei einer Wahl ist genauso klar umrissen wie die der meisten Rentner: Es darf keine grundsätzliche Änderung bei der Regelung der staatlichen Transferleistungen geben.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021
- Wahre Demokratie erfordert kenntnisreiche Wähler
„Alle ärgern sich über die Phrasen der Parteien. Sie sind schwer unterscheidbar und für die tatsächliche politische Arbeit bedeutungslos. Dieser Unmut ist berechtigt, denn nach der Wahl machen die Politmarionetten ohnehin, was die Strippenzieher hinter der Fassade der Demokratie wollen. Kaum jemand traut sich jedoch, über die Qualifikation der Wähler zu reden. Würde durch Politiker oder Journalisten klar ausgesprochen werden, dass der überwiegende Teil der Wähler nicht genug Kenntnisse hat, um eine gut begründete Wahlentscheidung zu treffen, erklänge ein wütendes Protestgeheul aus allen Bereichen der Gesellschaft. Leider ist dies jedoch eine der (vielen) Tatsachen, die durch "politisch korrekte" Illusionen und Lügen versteckt oder übertüncht werden. Politische Entscheidungen müssen in einem dichten Geflecht aus wirtschaftlichen, finanziellen, juristischen und machtpolitischen Sachzwängen gefällt werden, wie ich bereits in meinem ersten Vortrag des heutigen Tages dargestellt habe. Sie sind so komplex, dass sie kaum ein Parlamentarier auch nur ansatzweise versteht. Gibt es jemand, der es vernünftig fände, dass die Details des Baus einer großen Brücke, eines neuen Flugzeugs oder der Entwicklung eines Medikaments vom Votum aller Bürger bestimmt würde? Es erschiene auch absurd, wenn man der ganzen Bevölkerung die Skizzen dieser Projekte in einer nebulösen - beschönigend allgemeinverständlich genannten - Sprache vorlegte und sie dann über konkrete Alternativen entscheiden ließe. Würde man sich einer Operation unterziehen, deren Ablauf durch eine anonyme Abstimmung aller Nachbarn im Umkreis von 500 Metern um den eigenen Wohnort festgelegt würde? Die Liste solch abwegiger Fragen ließe sich endlos fortsetzen. Genau diese Absurdität ist aber die Grundlage der "demokratischen" Wahlen in den westlichen Industriestaaten. Wie bereits ausgeführt, handelt es sich in Deutschland und den anderen westlichen "Demokratien" um Fassaden, vor denen Marionetten tanzen. Die repräsentative Demokratie ist eine Farce, weil weder die Wähler noch die Abgeordneten und Minister wirklich wissen, worüber sie eigentlich entscheiden. Die Parlamentarier haben nicht einmal die Freiheit, wenigstens ihrem Gewissen (oder auch Bauchgefühl) zu folgen, sondern unterliegen fast immer dem Fraktionszwang. Sie sind Marionetten in der Hand von Strippenziehern, die sich in den engen Freiräumen bewegen, die Sachzwänge, Gesetze und Verträge übrig lassen.“ Zitat aus: Marionetten, Neo-Stalis und Monsterwellen, Marc DeSargeau, FAGULON-Verlag 2021











